Europäische Fledermausrufe - Aufzeichnen und Bestimmen

Drehzahlen von WEA

Bei der Arbeit an einem Poster ist mir ein Aspekt aufgefallen, der die Drehzahl von WEA betrifft. Es gibt wohl unterschiedliche Lauftypen, solche mit konstanter Geschwindigkeit und solche mit variabler Geschwindigkeit. Bei der Studie von technischen Daten von Schwachwindanlagen bin ich über die Tatsache gestolpert, dass solche WEA mit Getriebe über möglichste große Windgeschwindigkeitsbereiche mit konstanter Drehzahl laufen. Andere werden zunehmend mit dem Wind schneller.

Poster zu Minderungsmassnahmen an modernen WEA

Bei der Echolot-Tagung “Fledermäuse in der Eingriffsplanung” im November 2017 war ich mit einem Poster vertreten. Inhaltlich ging es um die Frage, in wie weit die aktuell genutzten Massnahmen zur Minderung des Fledermausschlags an modernen WEA ausreichend sind, um Verletzungen des §44 BNatschG zu vermeiden.

Echtzeit-Abschaltung von WEA

In den letzten Wochen wurde mehrfach bei Terminen im Rahmen von Windkraftplanungen und Windkraftforschung vorgeschlagen, WEA nur noch bei Anwesenheit von Fledermäusen abzuschalten. Also eine Echtzeit-Erkennung mit Stopp, und ansonsten freier Betrieb der WEA. So erhofft man sich deutlich geringe Abschaltzeiten, als bei der bisherigen Wettergesteuerten Lösung. Ich zeige im Folgenden, wieso diese Echtzeit-Abschaltung nicht trivial ist und keine adequate Schutzlösung darstellt.

Vergrämung an WEA

Treten Fledermäuse im Rotorbereich einer WEA auf, dann werden momentan Abschaltungen des Betriebs bei vorgegebenen Umweltparametern durchgeführt. So sollen vermeidbare Schlagopfer wenn möglich auch tatsächlich vermieden werden. Dies bedeutet Ertragseinbußen der WEA-Betreiber, so dass andere Lösungen gewünscht werden. Eine dieser möglichen Lösungen ist die akustische Vergrämung. Ich will diese im Folgenden kurz beschreiben und zeigen, wieso diese nicht überschätzt werden sollte und welche neuen Probleme sie schafft.

Akustische Erfassung von Fledermäusen in unterirdischen Quartieren

Bernadette Wimmer und Karl Kugelschafter haben eine sehr schöne und umfassende Arbeit zur akustischen Erfassung in Winterquartieren durchgeführt. Die akustische Langzeit-Erfassung von Fledermäusen wurde in den letzten Jahren technisch enorm weiterentwickelt und stellt auch an unterirdischen Quartieren je nach Fragestellung eine sinnvolle Ergänzung oder sogar Alternative zu herkömmlichen Methoden dar.

Rotorradius und Gondelmonitoring

Bei der Prüfung von Genehmigungsunterlagen bin ich regelmässig darüber gestolpert, dass unabhängig von der Anlagenkonfiguration immer die selbe Gefährdung angenommen wird. Dabei hat die Anlagenkonfiguration einen entscheidenden Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit der Kollision von Fledermäusen. Vor allem für die Massnahmen zur Minderung der Schlagopfer und des Risikomanagements (Gondelmonitoring) muss sie berücksichtigt werden. In diesem Beitrag werde ich die Frage stellen, in wie weit die vorhandene Methodik für große Rotordurchmesser angepasst werden muss.

Standardabschaltung als Minderungsmassnahme

In einer umfangreichen Studie haben die Unis Erlangen und Hannover bereits 2011 in einer sehr fortschrittlichen Studie ein statistisches Modell für die Korrelation von Schlagopfern und den Betrieb von Windenergieanlagen entwickelt (Brinkmann et al 2011). Als Ergebnis wurde auch ein Betriebsmodus entwickelt, der die Tötung von Fledermäusen auf ca. 2 Tiere je Anlage und Jahr reduziert. Im Rahmen der Genehmigungspraxis wurde dieses Ergebnis beinahe in allen Bundesländern in Leitfäden als wirksame Minderungsmassnahme implementiert.

Buchprojekt fertiggestellt

Endlich ist das Buchprojekt fertiggestellt - nach mehr als 2 Jahren Entstehungsgeschichte. Geboren als kleine Kurzanleitung für batcorder-Nutzer ist in Zusammenarbeit mit Guido Gerding ein umfangreiches Werk zur akustischen Erfassung entstanden.

Tiefe WEAs und Implikationen

Durch die Energiepolitischen Ziele in Deutschland wird mittlerweile verstärkt auch an Schwachwind-Standorten Windkraft genutzt. Dafür sind auch speziell entwickelte Windenergieanlagen im Einsatz, die einen großen Rotor auf niedriger Nabenhöhe platzieren. So drehen die Rotorspitzen bei ca. 30 Metern über dem Boden. Diese Anlagen müssen im Hinblick auf Vogel- und Fledermausschlag ganz anders beurteilt werden als dies bisher durch Leitfäden vorgesehen ist. Die Leitfäden beziehen sich bei Fledermäusen auf die Ergebnisse des BMU-Projekts, bei dem höhere Anlagen untersucht wurden. Es gibt Hinweise, dass diese Schwachwind-Anlagen eine viel größere Gefahr als hohe Anlagen für Fledermäuse darstellen.

Nyctaloide mit bcAdmin besser bestimmen

Die Unterscheidung von Rufen der Artengruppe Nyctaloid, also insbesondere Nyctalus noctula, Nyctalus leisleri und Eptesicus serotinus, ist nicht immer ganz einfach. Vor allem beim Dauermonitoring mit großer Menge an Aufnahmen aus dieser Gruppe, kann man sich kaum alle unsicheren Aufnahmen einzeln ansehen. bcAdmin 3 bietet einige Möglichkeiten, hier dennoch für einen großen Teil der Aufnahmen schnell zu guten Ergebnissen zu gelangen.